Chat-Sicherheit: jugendschutz.net und LFK Baden-Württemberg veröffentlichen Materialien
Wie können sich Schülerinnen und Schüler sicher im Internet bewegen? Diese Frage wird immer wichtiger, denn Internetrecherchen sind an vielen Schulen bereits fester Bestandteil des Unterrichts und Computerräume stehen den Jugendlichen oft auch außerhalb der Unterrichtszeiten zur Verfügung. Der Bedarf an Aufklärung ist daher groß. Doch bisher gab es kaum gute, anschauliche und leicht verwendbare Materialien für den Unterricht.
Jetzt hat jugendschutz.net zwei kompakte Unterrichtseinheiten zum Thema Chat-Sicherheit veröffentlicht. Sie können auf der Website Chatten-ohne-risiko.net kostenfrei heruntergeladen werden.
"Bisher finden die Gefahren des Internets in schulischen Projekten noch wenig Berücksichtigung. Deshalb sind wir froh, gemeinsam mit jugendschutz.net erstmals Praxismaterialien zur Verfügung zu stellen, mit denen sich diese Gefahren einfach thematisieren lassen", sagte der Präsident der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) Thomas Langheinrich anlässlich der Veröffentlichung des Unterrichtsmaterials.
Die LFK fördert seit 2006 das Chat-Projekt von jugendschutz.net, aus dessen Recherchen und der praktischen Arbeit mit Jugendlichen die Lehrmaterialien hervorgegangen sind. Das Team des Chat-Projekts überprüft seit 2004 bei Jugendlichen beliebte Chats auf Sicherheitslücken, sensibilisiert Betreiber für die Probleme und entwickelt Sicherheitstipps für Eltern und Kinder.
Dabei haben die Recherchen gezeigt, dass in vielen Chats Beleidigungen und sexuelle Belästigungen an der Tagesordnung sind. Nina Lübbesmeyer und Inge Breichler von jugendschutz.net sind die Autorinnen der Unterrichtseinheiten für Schülerinnen und Schüler der 4. bis 7. und der 8. bis 10. Jahrgangsstufe. Die beiden Diplom-Pädagoginnen führen seit 2006 regelmäßig Veranstaltungen zu Risiken der Online-Kommunikation an Schulen durch.
"Uns ist besonders wichtig, dass den Schülern Sicherheitstipps nicht als fertiges Regelwerk präsentiert werden", betonen Breichler und Lübbesmeyer. "Die Jugendlichen sollen selbst mitdenken und mitdiskutieren, um dabei ihr eigenes Verhalten im Internet zu reflektieren." Um Lehrerinnen und Lehrer für diese Diskussion fit zu machen, enthalten die Unterrichtsmodule neben Verlaufsplan und Materialien auch Antworten auf häufig gestellte Schülerfragen. Auf der Website Chatten-ohne-risiko.net präsentiert jugendschutz.net ergänzend fundierte Hintergrundinformationen über Chats und Instant Messenger sowie Sicherheitstipps für Kinder, Jugendliche und Eltern.
Fakten im Überblick: Kostenloses Unterrichtsmaterial zu Chat-Gefahren
- für die Jahrgangsstufen 4-7 und 7-10
- mit Verlaufsmodell, Antworten auf häufig gestellte Fragen, vorgefertigten Moderationskarten fürs Tafelbild und Info-Faltblättern mit Sicherheitstipps
- kostenloser Download unter: www.chatten-ohne-risiko.net




